PRO BAHN - Ihr Fahrgastverband

Archiv 2001

23.10.2001

Pro Bahn-Konzept zur Lammetalbahn

Konzept für eine attraktive Nahverkehrsbahn

Pro Bahn hat in den vergangenen Monaten ein eigenes Konzept erstellt, das detailliert die Zukunft der Lammetalbahn beschreibt. Unter dem Titel "Lammetal-Express 2003 - Konzept für eine attraktive Nahverkehrsbahn" werden auf 36 Seiten Aussagen zu Fahrzeugen, Streckentechnik, neuen Haltepunkten und dem möglichen Fahrplan aus der Sicht der Fahrgäste getroffen. Viele dieser Forderungen und Wünsche werden nun bereits zum Dezember 2002 im Konzept der Landesnahverkehrsgesellschaft Realität.
Gleichwohl stellt die Broschüre weitere Perspektiven der Lammetalbahn vor, die für die Jahre ab 2003 neue Herausforderungen sein können. Eine Realisierung ist in mehreren Schritten denkbar. Die deutliche Steigerung der Fahrgastzahlen durch die neue Lammetalbahn der LNVG wird ein gutes Argument sein, die Attraktivität des Angebotes noch weiter zu erhöhen. Die Möglichkeiten, die sich dann ergeben, z. B. ein weiterer Haltepunkt oder ein verdichteter Fahrplan, werden schon jetzt beschrieben.
Weitere Informationen und Leseprobe.


21.10.2001

Pressemitteilung

Die Fahrgäste sind die Gewinner

Pro Bahn begrüßt die Planungen zur neuen Lammetalbahn

Große Fortschritte für die Fahrgäste im Lammetal sieht der Hildesheimer Pro Bahn-Vorsitzende Björn Gryschka in den Planungen des Landes, die in der vergangenen Woche von Ministerin Dr. Susanne Knorre in Bad Salzdetfurth vorgestellt wurden. "Der neue Fahrplan weist ab Dezember 2002 mit dem Stundentakt einen gehobenen niedersächsischen Standard auf. Damit dürfen sich die Stammfahrgäste und hoffentlich viele neue Fahrgäste auf leicht merkbare Abfahrtszeiten und besonders auch auf moderne, klimatisierte Triebwagen freuen. Ein Quantensprung für den Nahverkehr im Landkreis Hildesheim!", freut sich Gryschka.

Pro Bahn sieht sich mit dem Vorhaben in seinem Engagement für eine bessere Lammetalbahn bestätigt. Erst rund 1 Jahr ist es her, seit Pro Bahn gemeinsam mit den Partnern Landesnahverkehrsgesellschaft und Deutsche Bahn eine Art Initialzündung für die weitere Entwicklung der Lammetalbahn geben konnte. Die Sonderfahrten mit einem modernen Nahverkehrstriebwagen zum 100-jährigen Streckenjubiläum erfreuten sich großen Zuspruchs und bewiesen das Interesse der Bevölkerung an einer neuen Lammetalbahn.

Eine von Pro Bahn organisierte und finanzierte Werbeaktion im Frühsommer begleitete die Wiedereinführung des Frühzuges und die neuen, schnellen Verbindungen nach Hannover, worauf die Fahrgäste großen Wert legen. "Wichtig ist es besonders jetzt, die anstehenden substanziellen Verbesserungen mit einem intensiven Marketing zu begleiten. Hier steht Pro Bahn den Partnern weiterhin gern zur Verfügung, um seinen Teil zum Erfolg der neuen Lammetalbahn beizutragen."


20.10.2001

LNVG präsentiert die neue Lammetalbahn

(pb/Gy)  Am 18.10.2001 stellte die niedersächsische Wirtschaftsministerin Dr. Knorre in Bad Salzdetfurth gemeinsam mit LNVG, DB AG, Landkreis Hildesheim und Stadt Bad Salzdetfurth die Ausbaupläne des Landes für die Lammetalbahn vor. Das Land betrachte die Strecke als Pilotprojekt, um ein attraktives Angebot für die Bahnkunden zu bieten. Das umfasst nach ihren Worten die Sanierung der Bahnstrecke, die Beschaffung neuer Fahrzeuge, einen guten, merkbaren Takt, Einbeziehung der Bahnhöfe und die Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern. Knorre: "Der Erfolg wird ein Gradmesser dafür sein, was man auf der Schiene alles machen kann. Deswegen engagiert sich das Land zusammen mit den Partnern so stark." Von einem frühzeitigen Marketing erhoffe sie sich, den gewünschten Mehrverkehr auf der Schiene zu realisieren.

Stadtdirektor Schaper wies auf erste Verbesserungen beim Fahrplanwechsel im vergangenen Juni hin. Seither gelange man nämlich mit Umsteigen in der Kreisstadt Hildesheim innerhalb von 50 Minuten nach Hannover. Schaper: "Es ist speziell für die Stadt Bad Salzdetfurth von enormer Wichtigkeit, schnell in die Zentren zu kommen. Ein Bahnanschluss bietet der Kommune eine besondere Qualität. Der eingeschlagene Weg ist deshalb richtig." Er betonte die Wichtigkeit mehrerer Zugänge zur Bahn im Bereich der Kernstadt, um den Bürgern eine vergleichbare Haltestellendichte wie beim Bus zu bieten.

Ziel des Projektes sei es nach den Ausführungen von Herrn Kaiser (LNVG), eine Steigerung der ÖPNV-Gesamtnachfrage zu erzielen und nicht bloß Verkehre vom Bus auf die Schiene zu verlagern. Er bezeichnete den geplanten Fertigstellungstermin als ehrgeizig, gleichwohl hätten sich alle Beteiligten verpflichtet, ihn zu erreichen.

Herr Wehmeyer (DB AG) sah durch das Projekt die Perspektive, die Strecke langfristig zu erhalten. Mit den geplanten neuen Halten in Wesseln und am Solebad halte man nachfragegerecht dort, "wo die Leute wohnen" bzw. dort, "wo etwas passiert".

Nach Ansicht von Landrätin Baule werde nun verwirklicht, was ihr viele Bürger immer wieder nahegelegt hätten: die komfortable Beförderung in die Stadt Bad Salzdetfurth, um die dortigen Freizeit- und Kureinrichtungen zu nutzen. Ausdrücklich lobte sie Pro Bahn: "Der Fahrgastverband Pro Bahn hat in einem erheblichen Maße (an dem Projekt) mitgewirkt, viele Aktivitäten haben Landkreis und Pro Bahn gemeinsam gemacht."

Nach den Worten des Ersten Kreisrates Scholz sei namentlich der Parallelverkehr von Schiene und Straße künftig zu vermeiden. Scholz: "Die Schiene ist das schnellere und attraktivere Verkehrsmittel". Er betonte die Notwendigkeit, parallel zur Angebotsverbesserung einen durchgehenden Tarif für Bahn und Bus einzuführen.

Bürgermeister Wegner wünschte sich, die Haltepunkte so an die Bevölkerungsstrukturen anzubinden, dass die Menschen dort hingeführt würden. Selbst wenn sich für manche ein längerer Fußweg zum Bahnhaltepunkt als zur alten Bushaltestelle ergeben würde, habe man für die Schienenlösung aber gute Argumente: "Die Bahn braucht von Bad Salzdetfurth nach Hildesheim 20 Minuten, der Bus 45 Minuten. Da kann man einen kleinen Fußweg gern in Kauf nehmen."


07.10.2001

Fahrt zur Rotkäppchen-Sektkellerei

Bhf Freyburg

Der Fahrgastverband Pro Bahn bot am 30.9. und 7.10. zwei Fahrten ins herbstliche Winzerstädtchen Freyburg an der Unstrut an. Ist ein Besuch in Deutschlands nördlichstem Weinanbaugebiet an und für sich schon etwas Besonderes, so war der Besuch der traditionellen Rotkäppchen-Sektkellerei in Freyburg Höhepunkt des Tages. Anschaulich wird dort auf Führungen erklärt, wie aus Wein, der übrigens schon immer auch aus Rheinhessen und dem Elsaß stammt, Sekt hergestellt wird. In wenigen Jahren feiert Rotkäppchen sein 150-jähriges Bestehen.

Auch die An- und Abreise nach Freyburg gestaltete sich harmonisch. Wegen der Bauarbeiten im Vorharz mussten die Teilnehmer aus Hildesheim und Braunschweig zwar einen großen Umweg über Magdeburg in Kauf nehmen. Dadurch verteuerte sich die Fahrt auch etwas. Allerdings bestand so auch Gelegenheit, den "Innovationszug" zwischen Magdeburg und Halle kennenzulernen, in dem verschiedene Accessoires, die das Bahnfahren einmal schön machen sollen, getestet werden. Besondere Beachtung bei den insgesamt knapp 200 Reiseteilnehmern fanden die modernen Triebwagen der Burgenlandbahn. Für unsere Reisegruppen hatte das Eisenbahnunternehmen extra zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt.


09.09.2001

Leserbrief

Annäherung von Stadt- und Regionalverkehr bringt Fahrgäste weiter

Überraschend schnell scheint nun in Stadt und Landkreis Hildesheim Wirklichkeit zu werden, was sich die Fahrgäste schon seit langem wünschen: Nur noch 1 Ticket für 2 Busunternehmen, ja teilweise sogar bereits unter Einschluss der Bahn! Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt deshalb die jetzt bekanntgewordene Einführung einer wichtigen Vorstufe des echten Tarifverbundes aller Verkehrsmittel m Landkreis Hildesheim!

Die neuen Regelungen, die schon in Kürze in Kraft treten sollen, beinhalten in der Tat große Fortschritte für die jetzigen Busnutzer. Die RVHi-Kunden aus dem Landkreis kommen zum selben Preis fast vor die Haustür ihres Zieles in Hildesheim. Die Stadtbuskunden haben die Möglichkeit, manchmal verschlungene Linienwege der Stadtbusse abzukürzen uns so Zeit zu sparen. Zudem bietet die Nutzung der RVHi-Busse im Stadtgebiet eine gute Ergänzung zu den Stadtbussen z. B. können die Nordstädter besonders in den Schwachverkehrszeiten abends und am Sonntag die halbstündlich verkehrenden Busse der RVHi-Linie Sarstedt - Hildesheim /Theaterstraße nutzen, die auch in der Richthofenstraße halten.

Es ist von den Beteiligten eine sehr fahrgastfreundliche Lösung gefunden worden, die die finanziellen Fragen nicht auf dem Rücken (bzw. im Portmonnee) der Fahrgäste austrägt, sondern über interne Ausgleichszahlungen regelt. Ein Anreiz besonders für Neukunden?

In den ersten Wochen des neuen Tarifs werden sich im Alltag sicher noch einige Fragen zur Auslegung der Regelungen ergeben. Wie immer, wenn wesentliche Neuerungen vorgenommen werden, wird man widersprüchliche Regelungen zunächst nicht vermeiden können. Hier wird es darauf ankommen, auch die Feinheiten des neuen Tarifs fahrgastfreundlich zu regeln.

Bahnnutzer haben vorerst nur auf Strecken mit Bus/Schiene-Zeitkarten die Möglichkeit, am neuen Tarif Anteil zu nehmen. Das trifft z. B. auf die Bewohner von Bad Salzdetfurth und Lamspringe zu. Beim Thema Bahnintegration wird auch deutlich, dass der jetzt zu vollziehende Schritt der gegenseitigen Anerkennung von Fahrausweisen in den Bussen noch nicht die letzte Stufe sein kann. Zu schnell stößt der Fahrgast an die Grenzen des Landkreises Hildesheim und muss damit doch wieder andere Fahrkarten kaufen.

Ziel muss es daher bleiben, wirklich nur 1 Ticket für Stadt-, Regionalbus und Bahn zu benötigen - und zwar über die Grenzen des Landkreises hinaus. Und dieses Ziel muss bald erreicht werden, denn die DB will ihre große Tarifreform im Herbst 2002 umsetzen - und das bedeutet im Nahverkehr erhebliche Preissteigerungen für Gelegenheitsfahrer außerhalb von Tarifverbünden.


09.08.2001

Pressemitteilung

Pro Bahn schließt Informationslücke

Seit Mitte Juni gibt es die neuen, schnellen Verbindungen aus dem Lammetal nach Hannover. Der Fahrgastverband Pro Bahn bewarb die schnellen Züge unter dem Motto: "Von der Lamme an die Leine in 54 Minuten".

Seit Anfang August finden die Fahrgäste aus Bodenburg, Bad Salzdetfurth und Groß Düngen die Verbindungen nach Hannover übersichtlich an jedem Bahnhof auf einem neuen Aushang, der von Pro Bahn gestaltet wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde die Vitrine auch gleich frisch gestrichen. Björn Gryschka von Pro Bahn: "Leider sind die Verbindungen nach Hannover auf den offiziellen gelben DB-Abfahrtsplänen überhaupt nicht ersichtlich. Durch unseren neuen Aushang schließen wir diese Informationslücke."

Alle 2 Stunden ist man mit dem Zug schnell in Hannover, natürlich auch in Hildesheim. "Fahrplanzettel mit den aktuellen Verbindungen und zusätzlichen Bussen liegen in vielen Bad Salzdetfurther Geschäften, der Stadtverwaltung und den Bahnhöfen Groß Düngen und Bodenburg zum Mitnehmen aus", so Björn Gryschka weiter.


07.07.2001

Reisebericht von der Spreewaldfahrt

Spreewald

Am 7. Juli konnte Pro Bahn auf dem Ausflug in den Spreewald rund 70 Teilnehmer begrüßen. Erstmals per ICE erreichte die Gruppe morgens planmäßig Berlin, um bereits um 11 Uhr in Lübbenau zu sein. Nach einem kurzen Fußweg kamen wir zum Großen Hafen, in dem bereits zwei Kähne für die 3-stündige Fahrt durch den Spreewald bereitlagen. Unterwegs konnten die Teilnehmer die berühmten Spreewälder Gurken verkosten. Nach einem spreewaldtypischen Mittagessen bestand in Lübbenau noch Zeit, das Schützenfest zu besuchen.

Die Rückfahrt hatte allerdings ihre Tücken; leider war wieder einmal ein schlechtes Pannenmanagement der Bahn festzustellen. Um beim Reisepreis unter 100,- DM zu bleiben, wurde das Wochenendticket genutzt. Bis Berlin noch pünktlich, fiel unsere Ellok (BR 112.1) in Wustermark leider vorübergehend aus. Vermutlich hatte der extrem schwüle Tag die Elektrik überhitzt. Mit 25 Minuten Verspätung erreichten wir Rathenow, wo unser Anschlusszug (der letzte des Tages) nach Braunschweig bereits abgefahren war. Nun war guter Rat für die insgesamt rund 200 Reisenden teuer, da sich leider keinerlei Bahnpersonal auf dem Bahnhof fand und auch keine Durchsagen erfolgten.

Schließlich konnte über die bahninternen Sprechsäulen doch ein Kontakt zur 3-S-Zentrale hergestellt werden. Nach einer halben Stunde erfolgte dann die Durchsage, zunächst den Zug nach Stendal zu nutzen, "die Anschlüsse nach Braunschweig und Hannover würden sichergestellt". Diese recht unpräzise Information wollte der Zugbegleiter der Regionalbahn nach Stendal nicht weiter ausführen. So belagerten in Stendal dutzende Reisende den Stützpunkt der Aufsicht, um Näheres zu erfahren. Bezeichnenderweise musste aber erst die Aufsicht von uns über die Verspätung des Zuges Cottbus - Rathenow informiert werden. Auf Nachfrage bestätigte sie dann, dass der folgende Interregio Berlin - Münster bis Hannover für Wochenendticketreisende freigegeben sei.

Der Zugchef des IR Wilhelmstein rettete das beschädigte Image der DB dann aber für die Pro Bahn-Gruppe wieder. Denn er erreichte auf unsere Bitte bei der Transportleitung in Hannover, dass der Anschlusszug nach Hildesheim (ab 21.36 Uhr), den wir ursprünglich hatten nehmen wollen, außerplanmäßig die Ankunft des IR (an 21.35 Uhr) abwartete. Dadurch waren die Pro Bahn-Teilnehmer sogar pünktlich in Hildesheim, was kaum noch einer erwartet hatte!


11.06.2001

Frühzug im Lammetal gestartet

1. Frühzug im Lammetal

Vergangenen Montag war es soweit: Premiere für den neuen Frühzug im Lammetal. Trotz der frühen Stunde hatte sich gegen 6 Uhr morgens auf Einladung des Fahrgastverbandes Pro Bahn einige Prominenz am Bahnhof Bodenburg eingefunden.

Landrätin Ingrid Baule war gemeinsam mit Erstem Kreisrat Hans-Heinrich Scholz extra aus Hildesheim angereist. Empfangen wurden sie am Bahnhof durch den Bad Salzdetfurther Bürgermeister Reiner Wegner, Stadtdirektor Erich Schaper und weitere Politiker. Als der Zug in Bodenburg eingelaufen war, wurde er mit dem eigens angefertigten Schild "1. Frühzug im Lammetal" geschmückt. Stadtdirektor Schaper schickte ihn sodann auf die erste Fahrt nach Hildesheim.

Der neue Frühzug ermöglicht es Pendlern erstmals seit 10 Jahren wieder, bereits um 7.20 Uhr in Hannover zu sein. Im ersten Zug war die Prominenz unter den Fahrgästen noch in der Überzahl, aber: "Wenn sich die neue Verbindung erst herumgesprochen hat, wird mancher staugeplagte Autofahrer auf die Schiene wechseln", glaubt Björn Gryschka von Pro Bahn.

Pro Bahn hat sich in den letzten Wochen dafür stark gemacht, dass die Einwohner Bad Salzdetfurths die neuen Verbindungen auch wahrnehmen. Drei Großflächenplakate werben für die bessere Anbindung an Hannover, 3000 FahrpIanblätter liegen in den Bahnhöfen und Geschäften aus. Gryschka: "Von der Lamme an die Leine in weniger als 1 Stunde - mitten ins Zentrum, ohne Parkplatzsuche und Parkgebühren. Es ist jetzt sehr einfach, mal am Samstag nur zum Shopping nach Hannover zu fahren. Denn die schnellen Verbindungen gibt es regelmäßig alle 2 Stunden."

Ein Bad Salzdetfurther wird sich bald besonders über die neuen Verbindungen nach Hannover freuen können. Gryschka: "Das Preisausschreiben zur Lammetalbahn erfreut sich reger Teilnahme. Dem Gewinner winkt eine Monatskarte für die Gesamtstrecke nach Hannover. Dieser Preis und der zweite Preis, eine Monatskarte nach Hildesheim, wurden dankenswerterweise gesponsert von der DB Regio AG."

Schild

Der eigentliche Ausbau der Lammetalbahn steht aber trotz umfangreicher Gleisbauarbeiten im April noch aus. Neue Bahnsteige und neue Haltepunkte an den heutigen Siedlungsschwerpunkten sollen gebaut werden, um die Bahnfahrt zusammen mit neuen Niederflurtriebwagen noch angenehmer zu machen.

"Der Freizeitverkehr übertrifft seit einigen Jahren den Berufsverkehr, doch noch immer verkehrt an Sonntagen kein Zug nach Bodenburg. Das reizvolle Lammetal ist ideal für Naherholung und Wandern und wird durch die Bahnstrecke bestens erschlossen. Deshalb würden auch sonntags die Züge, gerade zu den Bad Salzdetfurther Stadtfesten, gut genutzt werden", so Gryschka. Pro Bahn ist überzeugt, dass noch viel für die Bahn im Lammetal bewegt werden kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.


16.05.2001

Ausflug in die Altmark

Uelzen Salzwedel
Der Bahnhof in Uelzen Stadtführung in Salzwedel

Ende April bot Pro Bahn eine Ausflugsfahrt mit Nahverkehrszügen nach Salzwedel und Uelzen an. Aufgrund der großen Nachfrage (über 220 Teilnehmer) fand die Fahrt an zwei Tagen statt.

Nach schöner Fahrt durch den Drömling und die Altmarkstädtchen Klötze und Beetzendorf erreichten die Teilnehmer mittags Salzwedel. Auf einer Stadtführung lernten sie zunächst die Besonderheiten näher kennen. Jeder Teilnehmer durfte dabei die berühmteste Besonderheit, nämlich den Salzwedeler Baumkuchen, mit nach Hause nehmen. Am Nachmittag lockte dann bei strahlendem Sonnenschein der umgebaute Uelzener Bahnhof auf einer Führung. Der verstorbene Künstler Friedensreich Hundertwasser hat ihm seinen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt, selbst die Bahnhofstoilette ist jetzt eine Besichtigung wert!

Alle benutzten Züge waren sehr pünktlich. Lediglich ein Zug hatte außerplanmäßig einen Waggon zu wenig, so dass es etwas enger als erwartet wurde. Auf dem landschaftlich schönsten Streckenabschnitt Oebisfelde - Klötze konnten die Teilnehmer direkt erleben, dass mehr Investitionen in das Bahnnetz erforderlich sind. Denn auch hier gibt es wie so oft eine mehrere Kilometer lange Langsamfahrstelle. Abgesehen davon ist aber auch die allgemeine Streckenhöchstgeschwindigkeit von 50 km/h zu niedrig, um mehr Menschen in die Züge zu locken.


03.04.2001

Regionalbahn bleibt wegen Lokschaden liegen

Heute endete die Fahrt der RB 25216 von Bad Harzburg nach Hannover unvorhergesehens um 19.35 Uhr im Bahnhof Groß Düngen. Nachdem bis dato alles planmäßig war, bremste der Lokführer des geschobenen Wendezugs aus voller Fahrt plötzlich vor dem Bahnhof Groß Düngen und kam an Bahnsteig 2 zum Halten. Das Ausfahrsignal zeigte Hp1 (Fahrt), der Motor der Lokomotive war jedoch aus. Nach wenigen Minuten sprang er nochmals an, um dann aber endgültig zu verstummen. Eine Untersuchung durch den Lokführer ergab, dass eine Kühlwasserleitung auf der Lok gebrochen war.

Nachdem nun etwa 20 Minuten vergangen waren und die Fahrgäste unruhig wurden, ging die Zugbegleiterin durch den Zug, um die Fahrgäste sehr freundlich zu informieren und sich nach den Fahrtzielen zu erkundigen. Die meisten wollten nur bis Hildesheim, wenige weiter nach Hannover. Nach Rücksprache mit der Betriebsleitung wurden dann einige Taxen aus Hildesheim bestellt, mit denen die Reisenden gegen 20.20 Uhr, also nach einer Dreiviertelstunde Warten, abgeholt und nach Hildesheim gebracht wurden.

Insgesamt muss man feststellen, dass vom beteiligten Personal hier sehr fahrgastfreundlich gehandelt wurde. Das soll nicht unerwähnt bleiben, denn leider ist das Personal in ähnlichen außerplanmäßigen Situationen oft auch hilflos. Der Lokführer z. B. hat den Zug bewußt im Bahnhof Groß Düngen aus voller Fahrt abgebremst, als ihm einige km zuvor eine Motorstörung per Warnlampe gemeldet wurde. Dadurch war die Strecke weiterhin frei, ein unmittelbar folgender Güterzug konnte den liegengebliebenen Zug auf Gleis 3 umfahren, ebenso der spätere RE Halle - Hannover. Hätte er versucht, mit Schwung die restlichen 9 km bis Hildesheim zu rollen, und hätte er dann noch vor dem Einfahrsignal halten müssen, wäre die gesamte Strecke blockiert gewesen.
Auch die Zugbegleiterin strahlte eine Gelassenheit aus, die sich auf die Fahrgäste übertrug, von denen sich niemand lauthals über die Panne beschwerte. Wünschenswert wäre eine Durchsage im Zug schon nach 10 Minuten Standzeit gewesen ("Wegen eines technischen Defekts verzögert sich die Weiterfahrt, wir werden Sie weiter informieren."). Aber das sehen wohl leider auch die Verhaltensvorschriften des Personals nicht vor.
Insgesamt aber hatte jeder Reisende Verständnis für die Lage, womit auch wieder belegt ist, dass Reisende mit klaren Informationen - wenn auch nicht unverzüglich gegeben - sinnvoll umgehen. Floskeln wie "betriebliche Gründe" führen eher zu Unzufriedenheit, ganz zu schweigen von der Ignoranz der Reisenden.


28.03.2001

40 Jahre Kreisbücherei am Hauptbahnhof Hildesheim

Seit nunmehr 40 Jahren - seit dem 1. März 1961 - gibt es das Angebot der Kreisbücherei mit Schülerwarteraum im Hildesheimer Hauptbahnhof. Zehntausende von Fahrschülern nutzten und nutzen auch heute noch diese ungewöhnliche Einrichtung, die in direkter Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn vom Landkreis Hildesheim vorgehalten wird, um Wartezeiten sinnvoll zu überbrücken.
Auch viele Erwachsene wissen das Angebot auf dem Bahnsteig an Gleis 1, einen für eine Bücherei einzigartigen Ort, zu schätzen. Die Bücherei begann mit einem Bestand von 2000 Büchern. Im Laufe der Jahre hat sie sich zu einer modernen öffentlichen Bibliothek mit einem Bestand von über 25000 Medien entwickelt. Dabei handelt es sich schon lange nicht mehr nur um Bücher, Zeitungen und Zeitschriften. Kassetten, Spiele und CD's gehören heute selbstverständlich zum Angebot.
Seit kurzem gibt es in der Bücherei auch zwei öffentliche PC- und Internetplätze. Jeder Interessierte, nicht nur Schüler, kann sich hier von montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr informieren.


21.03.2001

Pressemitteilung

PRO BAHN Jahreshauptversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung des Fahrgastverbandes Pro Bahn Braunschweig-Hildesheim konnte der Vorsitzende Björn Gryschka zahlreiche Mitglieder begrüßen.
Das zurückliegende Jahr 2000 war geprägt von den Aktivitäten zum 100-jährigen Jubiläum der Lammetalbahn. Pro Bahn hatte im letzten September ein erfolgreiches Bahnhofsfest in Bad Salzdetfurth sowie Sonderfahrten mit einem modernen Niederflurtriebwagen organisiert.
Die zum Jubiläum in einer Auflage von 500 Stück herausgegebene Broschüre ist inzwischen bis auf einen Restbestand vollständig verkauft.
Neben den Jubiläumsfeierlichkeiten fanden auch die Tagesausflüge per Bahn wieder großen Anklang. Bei den letzten vier Fahrten erlebten die fast 400 Teilnehmer den winterlichen Harz, die schleswig-holsteinische Seenplatte oder waren unterwegs auf Goethes Spuren. Mehr als 40 Fahrtteilnehmer konnten im letzten Jahr für eine Mitgliedschaft bei Pro Bahn gewonnen werden. Damit wird der Einfluss von Pro Bahn bei der täglichen Lobbyarbeit für Bahn und Bus im Landkreis Hildesheim gestärkt, so Vorsitzender Björn Gryschka.

Der einstimmig wiedergewählte Vorsitzende Gryschka gab sich bei seinem Ausblick auf das Jahr 2001 zuversichtlich, jetzt wichtige Weichen für einen dauerhaften Erhalt der Lammetalbahn und ihren Ausbau mit stellen zu können. Ein wichtiger Schritt dazu seien die nun für Ende April angesetzten Bauarbeiten zur Beseitigung der Langsamfahrstelle bei Wesseln.
Neben Gryschka besteht der Vorstand aus den beiden Stellvertretern Maik Röwer aus Goslar, Mathias Knoche-Herwig aus Wolfenbüttel und dem Kassenwart Uwe Helbig aus Lamspringe.


05.03.2001

Innenminister ehrt Mitarbeiter der DB

Der niedersächsische Innenminister Heiner Bartling hat vier Mitarbeiter der Deutschen Bahn geehrt, die am 28.08.2000 auf der Bahnlinie Vienenburg - Bad Harzburg ein Zugunglück verhindert haben. Ihr mutiges und entschlossenes Handeln sei vorbildlich gewesen, lobte der Minister.


14.02.2001

Pressemitteilung Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Keine S-Bahn für Harsum und Algermissen?

Wie unlängst gemeldet wurde, sind die Gemeinden Harsum und Algermissen wie auch die Stadt Sehnde seit dem Expo-Ende mit ihrem Bahnangebot nicht mehr zufrieden. Zwar fahren die Züge nach wie vor stündlich, im Berufsverkehr sogar alle 30 Minuten. Aber die bisherige Durchbindung der Züge über Lehrte nach Hannover bietet die Bahn nicht mehr an. "Als Grund gilt die Einführung der S-Bahn zwischen Lehrte und Hannover. Da ein S-Bahn-Angebot nach Hildesheim nicht vorgesehen ist, unterbleibt - anscheinend logisch - die bisherige Weiterfahrt der Züge", sagt Björn Gryschka vom Fahrgastverband Pro Bahn.

Wenn man die alten und die neuen Fahrpläne zwischen Hannover und Lehrte vergleicht, so wird genau dasselbe Angebot jetzt von S-Bahn-Fahrzeugen gefahren, das vorher von herkömmlichen Zügen, wie sie jetzt noch zwischen Lehrte und Hildesheim verkehren, erbracht wurde. Mit Einführung einer S-Bahn werden aber gemeinhin Taktverdichtungen angeboten. "Wo also hat der Fahrgast jetzt seinen Vorteil, außer im Ersatz nicht mehr zeitgemäßer Züge durch (S-Bahn -) Triebwagen", fragt Gryschka. Die Fahrzeit zwischen Lehrte und Hannover hat sich nicht verkürzt, zwischen Harsum und Hannover schon gar nicht, weil neu umgestiegen werden muss. "Das Fehlen direkter Verbindungen läßt die Attraktivität der Strecke erheblich leiden."

Als Lösung schlägt er vor, die jetzt in Lehrte endenden S-Bahn-Züge, in deren Zeitlage früher der Zug nach Hildesheim fuhr, nach Hildesheim zu verlängern. "Wenn man meint, dass die Orte Sehnde, Algermissen und Harsum keinen S-Bahn-Anschluss verdient haben, muss man die Züge zwischen Lehrte und Hildesheim ja nicht "S-Bahn" nennen. Im Leipziger Raum verkehren z. B. regelmäßig Züge im Stadtgebiet als S-Bahn, um dann als Nahverkehrszug noch etliche Kilometer über Land zu fahren."

Technische Voraussetzung für das Verkehren der S-Bahntriebwagen der Baureihen ET 424 ist die Modernisierung der Bahnsteige in den drei Zwischenhalten und auch in Hildesheim. "Das ist auf absehbare Zeit aber ohnehin erforderlich, weil die Bahnsteige längst keinen bequemen Einstieg in die verkehrenden Züge mehr bieten und auch baulich erneuert werden müssen. Bei der Erneuerung kann automatisch eine Anpassung auf die S-Bahnhöhe erfolgen."
Im gültigen SPNV-Konzept für Niedersachsen von 1997 sieht die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) vor, auch die Strecke Hildesheim - Lehrte mit modernen Nahverkehrstriebwagen vergleichbar der S-Bahn-Baureihe 424 zu bedienen, und zwar ab dem Jahr 2001. Sie sollen dann in Lehrte mit den S-Bahn-Triebwagen gekuppelt werden, um gemeinsam nach Hannover weiterzufahren. "Es wäre schön, wenn die LNVG diese Planung nun zeitgerecht umsetzte."

Allerdings meint Gryschka, dass entgegen der damaligen Planung besser einheitliche Triebwagen der S-Bahn-Baureihe 424 nach Hildesheim durchfahren und die Bahnsteiganlagen entsprechend hergerichtet werden. "Im Großraum Hannover wurden in den letzten Jahren über 50 Bahnhöfe für die S-Bahn erneuert, nach der Expo muß auch das Umland in den Genuß der Fördermittel kommen."


03.02.2001

Winterfahrt in den Harz

Die Winterfahrt 2001 fand gleich dreimal statt. Aufgrund der großen Nachfrage und der beschränkten Platzzahl pro Fahrt (etwa 50 Plätze) entschloss sich Pro Bahn, die Harzrundfahrt nach Niedersachswerfen/Thüringen zusätzlich zur angekündigten Fahrt am 27.01. am 28.01. und am 03.02. zu wiederholen.

In Salzgitter-Ringelheim konnten die Fahrtteilnehmer zunächst ein weniger schönes Beispiel für passende Anschlüsse und attraktive Bahnhöfe erleben. Um den einstündigen Aufenthalt zu vermeiden, fuhren wir von Hildesheim zunächst bis Goslar durch und wieder zurück. Bei Abfahrt in SZ-Ringelheim sahen wir dann den Pendolino aus Hildesheim einlaufen, der den Zug nach Osterode - Bad Lauterberg planmäßig verpaßt.
Die schöne Vorharzlandschaft um Seesen ließ die Teilnehmer dieses Detail aber bald vergessen. In Herzberg klappte der Knoten mit Anschluss sehr gut. Mitreisende Kinder konnten in dem Triebwagen dem freundlichen Lokführer über die Schulter schauen. In Niedersachswerfen erreichte die Gruppe nach kurzem Fußweg den Bahnhof Niedersachswerfen Ost der Harzquerbahn. Im benachbarten Restaurant "Zur Harzquerbahn" gab es Thüringer Winterbraten oder Wild mit Thüringer Klößen und Rotkohl. Übrigens waren es echte Thüringer Klöße, denn sie enthielten je einige Croutons in der Mitte.

Nach dem Essen ging die Reise zunächst weiter mit einem modernen Triebwagen der Harzquerbahn, der in Eisfelder Talmühle Anschluss zum Dampfzug nach Wernigerode hatte. Die Dampfzugfahrt durch den tief verschneiten Wald und die Hochebene von Benneckenstein bis Drei Annen Hohne war für alle ein Erlebnis. Anschließend erreichte die Gruppe über Braunschweig wieder ihren Ausgangspunkt.

Salzgitter-Ringelheim Niedersachswerfen Ost Drei-Annen-Hohne
Warten auf den Anschlußzug
in Salzgitter-Ringelheim
Nahverkehr auf Schmalspurgleisen
in Niedersachswerfen Ost
Dampf und Schnee
im Bhf Drei-Annen-Hohne

11.01.2001

Ausstellungsvitrine im Hbf Hildesheim

Vitrine

Im Januar 2001 hat die DB Station & Service unserem Regionalverband freundlicherweise eine Vitrine im Hildesheimer Hauptbahnhof zur Verfügung gestellt, dadurch können wir unsere und die Kunden der DB, nämlich die Fahrgäste, direkt im Bahnhof ansprechen. Geboten werden Informationen über Pro Bahn und aktuell über den ÖPNV in der Region. Die Vitrine befindet sich im Bahnsteigtunnel zwischen den Aufgängen zu den Bahnsteigen 3/15 und 4/5.


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